Das PVB-Parlament


 

Die am 3. November 2016 in Bern zusammengetretenen Delegierten des PVB haben gegenüber dem Bund ihre Unzufriedenheit über die unverantwortlichen Sparprogramme geäussert. Um sich im Parlament Gehör zu verschaffen, wählten die Delegierten eine neue Präsidentin, Nationalrätin Barbara Gysi (SP/SG).


>>> Die Fotos mit diesem Link…
>>> Die Rede von Barbara Gysi (pdf) 

>>> Bilanz von René-Simon Meyer (pdf)
 

«Die Dienstleistungen, die Sie für die Bevölkerung und die Wirtschaft erbringen, sind beträchtlich. Um die Qualität und die menschliche Dimension dieser Leistungen zu bewahren, müssen Sie das entsprechende Instrumentarium erhalten, das mit guten Arbeitsbedingungen und ausreichenden Ressourcen einhergeht.» Mit diesen Worten wandte sich die Präsidentin an ihre Delegierten. Und sie fügte hinzu: «Auf uns warten grosse Aufgaben!» Dabei spielte sie in erster Linie auf das Stabilisierungsprogramm 2 an, das Ueli Maurer kaum einen Tag nach der Ankündigung des mehr als 2,3 Milliarden schweren Überschusses im Bundeshaushalt 2015 bekanntgab. Die finanzielle Situation des Bundes rechtfertigt in keiner Weise eine derartige Sparpolitik. Auch wenn der Personalabbau des Bundes schleichend zu spüren sein wird, hat er weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitsweise von Verwaltung, Bevölkerung und Wirtschaft. Bestimmte Departemente sprechen offen von einer Beeinträchtigung der Leistungen, es findet ein Abbau des Service Public statt. Auch wenn sie bis dato in der Lage waren, die Arbeitsplätze zu sichern, könnten künftig hunderte von Arbeitsplätzen wegfallen. Diese Massnahmen werden den Staat schwächen und sind in diesen Zeiten erhöhter Unsicherheit und steigender Erwartungen der Bevölkerung an die Verwaltungsbehörden unsinnig.
 
Aus diesen Gründen fordern die Delegierten des PVB:
  • Die Beibehaltung eines qualitativ hochwertigen Service Public!
  • Den Erhalt von Arbeitsplätzen und guten Arbeitsbedingungen beim Bund!
  • Stopp den verantwortungslosen Sparprogrammen! 

Eine von den Delegierten verabschiedete Resolution (pdf)  wird dem Parlament anlässlich der Dezember Session übergeben.
 
Die Delegierten haben die Führungsgremien des Verbands neu gewählt, insbesondere seine Geschäftsleitung. Als neues Mitglied der Geschäftsleitung wurde Indriaty Woodtli gewählt, und in die Geschäftsprüfungskommssion wählten die Delegierten Markus Freidig. Patrick Wäger und Stefan Wiedmer wurden verabschiedet. Ausserdem verabschiedeten die Delegierten die Jahresrechnung und den Jahresbericht 2015 (pdf).
 
Zum Schluss haben wir an der DV Franz Schultheis, Soziologieprofessor an der Universität St. Gallen, als Gast willkommen geheissen. Er hat in seinem Beitrag die Anliegen des PVB in einen grösseren Zusammenhang gestellt: „An der Versorgungsfront - die Metamorphose der Arbeitsbedingungen unter neoliberalen Vorgaben" (pdf).  



Die neue Geschäftsleitung

Barbara Gysi, neu, Verbandspräsidentin, Sektion St. Gallen
René-Simon Meyer, vice-président, section Genève
Anne Satir, Sektion Zürich
Nicolas Schmidt, Kassier, Sektion AVANTI VJV-EDI-BK
Walter Suter, Sektion EDA
René Walser, Sektion PV Heer
Indriaty Woodtli, neu, Sektion AVANTI VJV-EDI-BK

Die Mitglieder der PVB-Kommissionen
 

VBS-Kommission 
Hans Cazzaniga, Pius Elmiger, Andrea Koskelainen, Albert Manetsch, Roland Scheiber, Samuel Streit, René Walser, Andrea Werro

Kommission des ETH-Bereichs
Fries Kay, Marc Hauser, Bert Höwecke, Jacqueline Morard, Anne Satir, Andreas Urech

Gleichstellungskommission
Evelyne Berthoud, Regula Kuhn Hammer, Marianne Senn  




Alle Jahre findet die Delegiertenversammlung (DV) statt.

Jede Sektion ist in der ca. 70-köpfigen DV entsprechend ihrer Mitgliederzahl vertreten.


Die Delegierten

  • legen die Grundsätze der Verbandspolitik fest
  • genehmigen Tätigkeitsberichte, Rechnung und Budget und wählen für zwei Jahre die Geschäftsleitung  und die Kommissionen.
  • Sie wählen die Verbandssekretäre sowie VerbandspräsidentIn, VerbandsvizepräsidentIn und VerbandskassierIn.


Nächste Delegiertenversammlung

30. Oktober 2017