Personalverbände fordern 1 Prozent mehr Lohn und ein deutliches Engagement des Bundesrats

  ·  Mittwoch, 24. Mai 2017
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Am 23. Mai haben sich Bundesrat Ueli Maurer und die Personalverbände getroffen. Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) hatte bereits im Februar für 2018 für das ganze Bundespersonal eine Reallohnerhöhung von 1 Prozent gefordert. Es reicht nach zwei Jahren Nullrunde nicht aus, bloss die prognostizierte Teuerung auszugleichen. Die Personalverbände fordern im Herbst ein substanzielles Angebot des Bundesrats. Grosse Sorgen bereitet die schwierige Lage in der zweiten Säule. Dort dürfte es ab 2019 zu einer erneuten Senkung des Umwandlungssatzes kommen. Die VGB wird sich für eine überparitätische Beteiligung der Arbeitgeberin an den Begleitmassnahmen einsetzen. Bei den geplanten Änderungen im Lohnsystem akzeptiert die VGB keine Lohnsenkungen und keine Umverteilung von den tiefen Löhnen zu den hohen.
 
Die VGB vertritt mehr als einen Drittel der Bundesangestellten, angeschlossen sind die Personalverbände PVB, Garanto, VPOD und PVfedpol. Das Bundespersonal musste für 2016 und 2017 bei den Löhnen eine Nullrunde hinnehmen, obwohl der Bund seit Jahren konsequent hervorragende Rechnungsabschlüsse verzeichnet. Nun dürfte es in diesem Jahr wieder eine positive Teuerung geben, auch deshalb fordert die VGB wenigstens 1 Prozent mehr Lohn und zusätzlich die entsprechende Teuerung für alle Mitarbeitenden. Ab 2019 droht ein Leistungsabbau in der zweiten Säule von bis zu 10 Prozent, wenn sich die Arbeitgeberin nicht deutlich überparitätisch an Massnahmen beteiligt. Der Bundesrat ist in der Pflicht und die VGB wird sich vehement für Kompensationen einsetzen.Bei der Diskussion zu Änderungen des Lohnsystems der Bundesverwaltung haben die VGB-Verbände dezidierten Widerstand angekündigt, falls der Bundesrat Lohnsenkungen für bestehendes Personal oder eine Umverteilung von unten (z.B. Reinigungspersonal) nach oben (oberes Kader) beschliessen sollte.