Notwendige Korrekturen im Lohnsystem

  ·  Mittwoch, 25. Januar 2017
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Laut einem vom Bundesrat verabschiedeten Bericht wird das Lohnsystem des Bundes keine tiefgreifenden Veränderungen erfahren. Damit bestätigt er die Auffassung des PVB: Auch wenn Korrekturen nötig sind, ist das aktuelle System dem Auftrag und der Komplexität der Verwaltung angepasst. Die Lohnentwicklung, die Leistungsprämien und die Ortszuschläge könnten indes betroffen sein.

 


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Unausgewogen, weniger wettbewerbsfähig
Die Verfasser des Berichts, die auf eine vom Nationalrat geforderte Analyse antworten, zeigen klar, dass die Anpassung der Bandbreiten der Lohnentwicklung 2016 ein Ungleichgewicht zur Folge hatte: «Den jungen spezialisierten Führungskräften wird nicht zugesichert, dass sie im Pensionsalter den Maximalbetrag ihrer Lohnklasse erreichen werden, auch nicht mit einer regelmässig als gut bewerteten Leistung. Dies schwächt die Position der Bundesverwaltung auf dem Arbeitsmarkt und relativiert den Grundsatz der Gleichbehandlung». Ein Grundsatz, der für die Personalpolitik zentral ist! Der PVB verlangt vom Bundesrat eine unverzügliche Korrektur, um das Gleichgewicht in der Lohnentwicklung wiederherzustellen.
 
Ortszuschlag unter der Lupe
Die Experten empfehlen eine Neugestaltung des Ortszuschlags. Für den PVB ist dieser Zuschlag – ein fester Bestandteil des Lohns – aufgrund der je nach Arbeitsort unterschiedlichen Lebenshaltungskosten vollumfänglich gerechtfertigt. Seine Abschaffung käme einer direkten Lohnkürzung gleich, welche die tieferen Lohnklassen umso mehr belasten würde.
 
Kein auf Boni basierendes System
«Bei den Leistungsprämien wurden keine Auswüchse festgestellt», hält der Bericht fest. Auch der PVB ist der Meinung, dass die Prämien weiterhin den Einsatz und die Qualität der Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belohnen sollen. Hingegen lehnt er den im Bericht formulierten Vorschlag ab, das Lohnsystem in ein auf Boni basierendes System zu überführen (Verwandlung des Ortszuschlags in Prämien).
 
Wie geht es weiter?
Der Bundesrat hat das Finanzdepartment beauftragt, ihm bis zum 1. Juli mögliche Anpassungen vorzulegen, die ab 2018 in Kraft treten sollen. Der PVB wird diesen Prozess im Rahmen der Verhandlungen zwischen den Sozialpartnern verfolgen. Er wird darauf achten, dass die erworbenen Rechte gewährt werden, die zur Verfügung stehenden Mittel für die Anpassungen ausreichen und die Verteilung gerecht und ausgewogen sein wird.